Das Bürgerheim stellt sich vor

"Der Kunde ist König". Dieses Motto aus der Wirtschaftswelt kann auf das Schwenninger Bürgerheim übertragen werden. Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität für Bewohner und Tagespflege-Gäste ist das große Ziel, sie sollen sich wohl fühlen und darum orientieren sich räumliche wie inhaltliche Konzeption an den individuellen Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten der Seniorinnen und Senioren. "Sauber und satt", mit welchem Insider-Jargon der Anspruch eines Altenheims früher salopp-sarkastisch skizziert wurde, reicht heute bei Weitem nicht mehr. Die Männer und Frauen sollen im Gemeinschaftsdomizil Geborgenheit empfinden und zugleich ihre eigenen 4 Wände als persönliches Refugium genießen. Sie sollen fühlen, dass sie aufgehoben sind und auch noch gebraucht werden - im Garten, in der Küche, beim gemeinsamen Tischdecken, im Chor. Jeder und Jede ist wichtig, jede Persönlichkeit wird geachtet und in ihrer Entfaltung gefördert. Das gilt auch und gerade für Bewohner mit Demenz-Erkrankungen, deren Verlauf durch geistige, emotionale und sinnliche Anregungen günstig beeinflusst werden kann. Kurzum: "Flexibilität" ist die große Überschrift für das ganzheitliche Leistungsspektrum. Den Rahmen dafür setzt die ausgeklügelte Architektur, stimulierende Behaglichkeit kennzeichnet auch die räumlichen Aspekte. Das Bild vom kasernenähnlichen Heim, in dem sich kleine Zimmer in dunklen, engen Fluren aneinanderreihen und Menschen mit apathischem Blick ein stupides Dasein fristen, ist längst ein Klischee, das gleichwohl immer wieder auftaucht..Es hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun, "Alle Altenheime in unserem Kreis orientieren sich an einem hohen Standard", konstatiert Gerhard Gebauer, der sich auch als Stadt-und Kreisrat für die Belange älterer Menschen engagiert.
Die hellen Flure im 2006 fertiggestellten Neubau sind breit, der gesamte Komplex ist lichtdurchflutet und strahlt gleich beim Betreten Gastlichkeit und Wärme aus. Durchschnittlich 28 qm ist jedes Zimmer groß (16 qm ist die gesetzliche Mindestgröße) und bietet damit genügend Platz auch für eigene Möbel.
Als 1986 der erste Spatenstich für den ersten Bauabschnitt bejubelt wurde, galt es, auf den Ausbau von Sozialstationen und ambulanten Diensten zu reagieren. Das bisherige klassische "Altenheim" war immer weniger gefragt, im Bürgerheim entstanden daher zunächst 120 Pflegeplätze. Mit dem Erweiterungsbau wurde 2006 wiederum ein Defizit an Pflegeplätzen für Alleinstehende beseitigt.; die 52 Plätze verteilen sich auf 48 Einzel-Appartements (28 qm) und zwei Doppel-Appartements (40 qm) Wichtiges Segment im Bürgerheim-Baukasten ist zudem die Tagespflege mit ihren ca. 15 Plätzen, die auch ein gefragtes Entlastungsangebot für pflegende Angehörige darstellen.

Unser Service - Kurzzeitpflege

Spezielles Angebot für Angehörige, die zeitweise Ersatz für die Betreuung eines Angehörigen oder anderweitig Schutzbefohlenen benötigen. eine zuverlässige Unterkunft und Betreuung benötigen. (Information über Ihre Pflegekasse) Service und Leistungen entsprechen denen des Pflegeheims.
... weitere Informationen

Alter und neuer Gebäudeteil werden durch einen Galeriegang verbunden, dessen fast wandhohe Fenster in den verwunschenen Garten führen und für eine harmonische Verbindung zwischen innen und außen sorgen. Diese Balance kennzeichnet das architektonische Gefüge überhaupt. Die geräumigen Flure verlieren ihren "Flur-Charakter" durch auflockernde Sitzgruppen, die zum kleinen Schwatz einladen, überall stehen Pflanzen und hängen Bilder an den Wänden, hier ist Platz für eine nostalgische Nähmaschine, dort plätschert ein Zimmerbrunnen. Bei schönem Wetter spielt sich das Leben im naturnah gestalteten Garten mit großer Gemeinschaftsterrasse und vielen lauschigen Sitzecken ab. "Wir wollen die Bewohner aus den Zimmern locken", sagt Peter Graf zu Dohna, " darum soll immer etwas los sein". Ob sich die Bewohner zur Bingo-Runde treffen oder beim Kino-Abend über witzige Tierfilme lachen - Geselligkeit und gemeinsames Erleben werden groß geschrieben.
Die kommunikative Offenheit ist Pendant zur architektonischen Transparenz des Hauses. Mit seiner zentrumsnahen Lage ermöglicht es den mobilen Bewohnern Spaziergänge und Einkaufsbummel in der Stadt, umgekehrt schauen Verwandte und Freunde spontan gern auf einen Sprung herein, wenn sie in der Nähe zu tun haben. Kontakte nach "außen" sind erwünscht und werden gepflegt. Kindergartenkinder kommen regelmäßig zu Besuch und erfreuen die Heimbewohner z. B. mit einem Weihnachtsspiel. Bei geselligen Veranstaltungen wie Grillfest, Bigband-Konzert oder Spargelessen mit einem Chor hat das Heim "Festzeltcharakter". Ein Raum der Stille, in dem einmal wöchentlich Gottesdienst angeboten wird, steht immer zur Verfügung. "Wir sind offen für alle, jeder ist willkommen."
Das hat sich nicht nur bei Vereinen herumgesprochen, die zum Beispiel Konzerte im Bürgerheim gestalten, das für die kulinarischen Extras sorgt, sondern auch bei einer breiten Bevölkerung. Saisonweise gibt es das zünftige Tellersulz-Essen, das sich wachsender Beliebtheit erfreut und umgekehrt lässt das Bürgerheim andere von seiner Infrastruktur profitieren. Der VDK versammelt sich hier, das Rote Kreuz veranstaltet seine Alten-Nachmittage im Bürgerheim - wo sonst kann behindertengerecht gefeiert werden? Mit Rollstühlen wird der Besuch einer Gaststätte oft zum Problem.
So ist das Angebot im Bürgerheim mit seinen fließenden Übergängen zwischen Tagespflege, Pflegeheim und Betreuung von Demenzkranken eine runde Sache. Es ist gekennzeichnet von Respekt vor der Individualität seiner Bewohner und deren Tagesgästen. Letztere werden auch geholt und wieder nach Hause gebracht, damit sich neue Bewohner allmählich an eine Veränderung ihrer Lebensumstände gewöhnen können.